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Das Wissen um traditionelle europäische Nahrungs- und Heilpflanzen wird heute immer mehr verdrängt. Schnelle Fertiggerichte, chemisch veränderte und exotische Nahrungsmittel prägen ebenso wie synthetisch hergestellte Medizin und Heilmethoden aus Fernost den Alltag des europäischen „Otto-Normal-Verbrauchers“. Die Zeit war reif für die Gründung einer Institution, die das Pflanzenwissen unserer europäischen Vorfahren nach heutigen naturwissenschaftlichen Maßstäben erforscht und weiterentwickelt. Mit der im September 2003 gegründeten „Dr. Pandalis Stiftung“ wurde eine gemeinnützige Akademie ins Leben gerufen, die sich speziell mit der Erforschung traditioneller europäischer Pflanzen für Ernährung und Medizin und dem damit verbundenen Schutz der Umwelt beschäftigt. Der Schutz von Flora und Fauna bedeutet dabei nicht, die Natur in Reservate zu verbannen und den Menschen außen vor zu lassen. Vielmehr geht es darum, daß wir lernen und begreifen, daß wir ein Teil der Natur sind und im Einklang mit der Schöpfung leben sollten.
Bewußtsein schaffen Einige traditionelle Pflanzen Europas, wie Cistus incanus ssp. tauricus, Salicornia europaea oder Cichorium intybus ssp. silvestre sind bereits völlig aus unserem Bewußtsein verschwunden, anderen steht dieses Schicksal unmittelbar bevor. Wilde Heil- und Nahrungspflanzen, die einst in Wäldern und auf Feldern und fast vor jeder Haustür wuchsen, fielen und fallen den Monokulturen unserer „modernen“ Landwirtschaft zum Opfer. Im Radio möchte niemand „Mono“-Klängen lauschen, der „Stereo“ kennt, und keiner will in einer schwarz-weißen Welt leben. In puncto Ernährung und Medizin sind wir jedoch bald soweit: Je reicher unsere Gesellschaft an Konsumgütern wird, desto ärmer wird unsere Natur und damit die wahre unwiederbringliche Lebensqualität auf Erden.
Georgios Pandalis hat im Laufe der Jahre viele Ärzte, Heilpraktiker und Patienten, aber auch die Gesundheitssysteme Europas kennengelernt. Trauriges Fazit: Alles ist im Argen, weil wir uns immer wieder und immer mehr von unseren Wurzeln entfernen – sowohl in unseren alltäglichen Lebensgewohnheiten als auch in Ernährung und Medizin. Auch bei uns kommen schon schleichend und unbemerkt gentechnisch veränderte Lebensmittel auf den Tisch. Durch die Globalisierung erobern darüber hinaus seit einigen Jahrzehnten exotische Produkte immer mehr die europäischen Küchen. Unser Verdauungsapparat kann aber mit den Informationen von Algen oder Bambus-Sprossen ebenso wenig anfangen wie mit gentechnisch verändertem Gemüse oder pestizidhaltigen Früchten. „Diese schnelle Nahrungsänderung stellt ein Risiko für die Gesundheit dar und könnte erst, wenn überhaupt im Laufe vieler tausend Generationen durch Anpassung abgefangen werden“, erklärt Prof. Elmadfa in seinem Standardwerk „Ernährung des Menschen“. Die Dr. Pandalis Stiftung möchte die Notbremse ziehen, damit wir nicht geradewegs auf die ökologische und gesundheitliche Katastrophe zusteuern!
Wenn die Großmutter nicht mehr da ist… Patente für Saatgut werden heute hoch gehandelt, und samenlose Spezialzüchtungen fördern die Abhängigkeit von der Industrie. Reglementierungen beherrschen unser gesamtes Leben, und vielleicht wird es uns bald sogar verboten sein, im Wald Früchte zu pflücken. Vielleicht aber werden eßbare Waldfrüchte ohnehin in Kürze der Vergangenheit angehören. Kaum jemand macht sich Gedanken, wie es sein wird, wenn es keine Großeltern mehr gibt, die uns ihr altes wertvolles Wissen mit auf den Lebensweg geben und aus unserer „schwarz-weißen Welt“ wieder eine bunte und vielseitige zaubern können.
Gentechnik – der Todesstoß für wildwachsende Pflanzen? Gentechnisch veränderte Sojabohnen, Mais, Raps und Baumwolle werden mittlerweile weltweit auf einer Fläche rund 67,7 Mio. Hektar angebaut. Achtzehn Länder nutzen heute die „Grüne Gentechnik“, mit dabei sind auch europäische Staaten wie Spanien, Rumänien, Bulgarien und Deutschland. Scheinbar unaufhaltsam überrollt uns seit Mitte der neunziger Jahre die Lawine gentechnisch veränderter Pflanzen bzw. Nahrungsmittel. – Ein unabschätzbares Risiko für Mensch und Tier, und – wenn wir nicht handeln – der Todesstoß für viele unserer traditionellen europäischen Pflanzen.
Von nichts kommt nichts… Die gemeinnützige Stiftung versteht sich als Forum für die vergessenen, eßbaren und heilbringenden Pflanzen unserer Großmütter und -väter. Sie kann jedoch nur etwas bewirken, wenn viele Menschen dazu ihren Beitrag leisten – personell, aber auch finanziell. Denn der Einsatz für unsere Sache funktioniert nicht ohne kraftraubende Kämpfe gegen Chemiegiganten und Atomindustrie. Echte Persönlichkeiten sind gefragt, keine Mitläufer! Mutige Fachleute aus Ernährung, Medizin und Umwelt, die von Pharma- und Chemieindustrie mundtot gemacht werden, sollen bei uns zu Wort kommen. Ebenso suchen wir die Zusammenarbeit mit ähnlich ausgerichteten Vereinen, Initiativen und Organisationen, aber auch mit der UNESCO.
Um die geplanten Projekte durchsetzen und publik machen zu können, ist die Dr. Pandalis Stiftung auf finanzielle Unterstützung ebenso dringend angewiesen. Spenden leisten einen sinnvollen Beitrag zum Erhalt und zur Erforschung unserer heimischen Pflanzenwelt für die nächsten Generationen. Die Zukunft liegt in unser aller Händen. Legen wir diese nicht in den Schoß! |
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